Baden – Airpark Beteiligungsgesellschaft (BTG)

Nach dem Neustart des Baden – Airparks infolge des FLOW – TEX – Skandals schlossen sich mehrere Kommunen zur Baden – Airpark – Beteiligungsgesellschaft zusammen. Diese schoss ein Drittel des Stammkapitals (= 50 Mio. EUR) zur Gründung der Baden – Airpark GmbH (Betreibergesellschaft des Flughafens) zu. Trotz des neu auf den Markt getretenen Konkurrenten Lahr wird sich am kommunalen Engagement voraussichtlich nichts – jedenfalls nicht so schnell - ändern.

Im Juli 2003 mussten die Kommunen für das Steigflug – Szenario weitere 114 Mio. EUR nachlegen. Bis 2015 haben die Kommunen der Beteiligungsgesellschaft ihren Beitrag in Höhe von 38 Mio. EUR zu leisten. Ein Teil davon kommt wiederum vom Zweckverband Gewerbepark Söllingen. Verwaltet werden alle Mittel jedoch von der Betriebsgesellschaft des Flughafens, der Baden – Airpark GmbH.

Die Gemeinde Iffezheim stieg in aus diesem Jahr aus der BTG aus und Bühl schraubte seinen Beitrag nicht so hoch wie erwartet. Diese Lücke füllt nun der Landkreis Rastatt, der seinen Gesellschafteranteil auf 12,68 % erhöhte. Der Landkreis muss in der Folge nun bis 2015 einen Betrag von 4,6 Mio. EUR in die BTG pumpen – 513.000 EUR mehr als unter den bis dato geltenden Bedingungen. Dem stehen Rücküberweisungen aus Überschüssen des Zweckverbandes von anteilig etwa 22.000 TEUR p.a. gegenüber (BNN vom 04. Mai 2007 „Zweckverband mit höchstem Überschuss). Die Stadt Rastatt trägt über die Landkreisumlage etwa 25 % der Landkreiskosten an dieser Gesellschaft.

Die Handwerkskammer und Industrie- und Handelskammer zogen ihre ursprünglich gegebenen Zusagen ebenfalls zurück. Heute dient der Flughafen mehr touristischen als wirtschaftlichen Zwecken der Region (Morlock: „Blaumänner“).

Siehe Stichworte:

Zweckverband Gewerbepark Söllingen
Baden - Airpark GmbH


 

 

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